April 2016 - DE
25 Apr / 2016
Author: Torben Ritter Tags: There is no tags Comments: 0

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Das Fazit ausnahmsweise direkt zu Anfang:

Und auch diese VCNRW-Veranstaltung war mal wieder ein voller Erfolg!

Nach 5 Abend-Events fand nun am 2016-04-20 die erste ganztägige Veranstaltung der VCNRW statt.

Bei der Vielzahl großer Sprecher haben sich die Veranstalter Helge Klein & Timm Brochhaus diesmal selbst übertroffen: Benny Tritsch, Ruben Spruijt, Doug Brown, … um nur ein paar CTPs, MVPs und vExperts zu nennen, die gerne ihre Wissen und ihre Erfahrungen mit der Community teilen.
Aber auch die Wahl der Location möchte nicht unerwähnt bleiben: diesmal im hochwertigem Büroobjekt RheinauArtOffice Köln, dem Sitz von Microsoft in direkter Rheinlage am Yachthafen des Rheinauhafens.

Um ein breites Angebot an Themen bereitzustellen wurden mehrere Sessions parallel abgehalten. Insgesamt gab es 11 Hauptvorträge und 6 Sponsorenvorträge. Etwa die Hälfte wurde auf Deutsch gehalten, die anderen auf Englisch.
Bei dem großen Informationsangebot, muss ich mich leider auf einige Sessions beschränken.

  • „3 Things – that are changing our world in front of our eyes“ (Douglas Brown, DABCC)

    Douglas Brown ist Initiator des bekannten Portals „DABCC“. Dieses Portal bietet Informationen zu allen Themenbereichen der Informationstechnologie. Douglas ist ein gern gesehener Sprecher auf Veranstaltungen weltweit. Dieser Vortrag war nicht der „typische Techie-Vortrag“, aber einer, wo Techies über dieses Thema alles wesentliche wissen, verstehen und darüber nachdenken sollten.
    Er legte in seiner Präsentation den Fokus weniger auf auf die technischen Möglichkeiten sondern mehr auf die sozialen Aspekte. Die Kernaussage seines Vortrages war, das wir die Technik lieben und täglich damit arbeiten. Aber die wenigsten setzen sich damit auseinander wie sehr die Technik unser Leben und den Alltag verändert. Das Umfeld hat sich immer mehr dahin verändert, sodass „BIG-DATA“ sowie das „Internet of Things“ einen immer größeren Raum einnehmen.

  • „Microsoft Azure Stack – Azure for your datacenter „(Daniel Neumann, FRITZ & MACZIOL Group)

    Daniel Neumann arbeitet als Senior Cloud Architect für die FRITZ & MACZIOL Gruppe. Sein fachlicher Fokus liegt in den Microsoft Technologien, Windows Server 2012 R2 Hyper-V, System Center 2012 R2, Windows Azure Pack und Microsoft Azure. Im Jahr 2013 ist Daniel von Microsoft zum MVP „System Center Cloud and Datacenter Management“ ernannt worden.
    Auf der „Ignite“-Veranstaltung 2015 in Chicago hat Microsoft unter anderem das neue Produkt Microsoft Azure Stack angekündigt! Im Januar 2016 gab Microsoft die erste Technical Preview für alle interessierten frei.

    In seiner Session gab es eine Einführung in das Azure Stack und ging hierbei detailliert auf die Bereiche IaaS (Infrastructur as a Service) sowie PaaS (Platform as a Service) ein. Neben der architektonischen Beschreibung zeigte er in einer Live-Umgebung die neuen Features auf. Zusammenfassend lässt sich sagen, das dieses Produkt für Kunden interessant ist, die eigene Cloud-Dienste im eigenen Rechenzentrum anbieten möchten und nicht auf die bewährte Azure-Technologie verzichten möchten. Ein großer Pluspunkt ist das mögliche Zusammenspiel zwischen „Azure Stack“ und „Azure“.

  • „Nano-Server and Container“ (Thomas Maurer, itnetX AG)
    Thomas Maurer arbeitet als Cloud Architect bei dem Schweizer Unternehmen itnetx GmbH. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Microsoft Technologien, insbesondere den Microsoft Cloud Solutions wie Microsoft System Center, Microsoft Virtualization und Windows Azure. Im Jahr 2012 wurde Thomas Maurer von Microsoft mit dem Microsoft MVP für Hyper-V ausgezeichnet worden.
    In seiner Präsentation ging es um das neue Windows Version „Nano-Server“, die Microsoft für Windows Server 2016 auf der „Ignite“-Veranstaltung 2015 in Chicago vorgestellt hat. Der Nano-Server ist zukünftig eine weitere Deployment-Option der kommenden Windows-Server Generation. Mit wenigeren Prozessen sowie einer VHD-Imagegröße im Bereich von ca. 400 MB soll der Nano-Server speziell für Cloud-Anwendungen geeignet sein.
    Microsoft nennt diesen Server auch einen kopflosen (headless) Server. Der Ausdruck resultiert daraus, das der Server nur Remote, per WMI oder Powershell eingerichtet wird. Die bekannten Komponenten für RDP-Connections oder MSI-Installationen besitzt der Nano-Server nicht mehr.
    Des Weiteren ging Thomas Maurer in seiner Präsentation auch auf die neuen „Windows Server Container“ ein. Mit einem „Windows Server Container“ können viele isolierte Anwendungen schnell auf einem einzelnen Computersystem bereitgestellt werden. Eine große Neuerung ist hierbei, das Microsoft sowohl den „Windows Server Container“ als auch den „Hyper-V-Container“ im Rahmen des Open-Source-Projektes Docker zur Verfügung stellt.
  • „Performance-Troubleshooting in komplexen XenDesktop-Umgebungen“ (Nico Lüdemann & Sascha Ellerbrock, bluecue consulting GmbH & Co. KG)
    Nico Lüdemann ist Strategieberater, Autor und Referent für digitalen Wandel, IT-Infrastruktur- und Prozessoptimierung und seit dem Jahr 2013 geschäftsführender Gesellschafter der bluecue consulting GmbH & Co. KG in Bielefeld. Nico wurde mit dem Titel des Microsoft Most Valuable Professional (MVP) für App-V und dem Titel des Citrix Technology Professional (CTP) für seine Communityarbeit ausgezeichnet.

    Sascha Ellerbrock ist Senior Consultant für Infrastrukturoptimierung bei der bluecue consulting GmbH und entwickelt gemeinsam mit Kunden umfassende Technologielösungen mit starkem Fokus auf einer vollständigen Virtualisierungsstrategie, wobei der Schwerpunkt im Bereich der Citrix Technologien liegt.
    Das Thema „Performance in zentralisierten Umgebungen“ ist häufig DER kritische Faktor für die User Experience. Häufig hört der verantwortliche Administrator Worte wie „mein Citrix ist langsam“. In ihrem Vortrag zeigten Sascha Ellerbrock und Nico Lüdemann, wie Performanceprobleme analysiert, eingegrenzt und behoben werden können. Darüber hinaus wurden Ansätze vorgestellt, wie man mit grundsätzlichen Entwurfsprinzipien der Infrastruktur Performance-Probleme umgehen kann.

  • „Software Defined Storage and Hyperconverged Infrastructures in a Virtual Workspace World“ (Ruben Spruijt, ATLANTIS Computing)
    Ruben Spruijt ist seit 2015 Chief Technology Officer beim Unternehmen „ATLANTIS Computing“. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Lösungen zur Performance-Steigerungen in großen VDI-Umgebungen. Ruben ist Autor mehrerer Fachbücher, Geek, Markt-Analyst und ein „All-Around Technologist“. Seit mehreren Jahren ist er als Microsoft Most Valuable Professional (MVP), Citrix Technology Professional (CTP) and VMware vExpert ausgezeichnet und ein gefragter Sprecher auf internationalen Community-Veranstaltungen.

    Thema seiner Session war Software Defined Storage in großen VDI-Umgebungen und wie heutige VDI-Infrastrukturen erstellt werden können, um kostenoptimiert und effizient zu arbeiten. Die Schlagzeile im Jahre 2012 war häufig „Machen Sie VDI schneller und billiger als ein PC“. Diese Vorgabe lässt sich nur umsetzen, wenn Kunden, Partner und IT-Profis aus ihrer „Komfortzone“ treten. Außerhalb des traditionellen Denkens ist, wo die Magie passiert, und dies gilt auch für die Desktop-Virtualisierung. Der „Weg zum Ziel“ ist, wenn man die Auswirkungen von Flash-basiertem Software-Defined Storage (SDS) und Hyper Converged Infrastructures verstanden hat. Wenn es gelingt, einer VDI-Infrastruktur mehr Performance zu gönnen, liefert diese dem Anwender ein tolles Benutzererlebnis. Und somit wird der Arbeistaufwand für den Administrator geringer und somit VDI auch billiger.

  • CTOs Perspective on the Workspace in 2020 (Ruben Spruijt, ATLANTIS Computing &Jeroen van de Kamp, Login VSI)
    Ruben Spruijt ist seit 2015 Chief Technology Officer beim Unternehmen „ATLANTIS Computing“. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Lösungen zur Performance-Steigerungen in großen VDI-Umgebungen. Ruben ist Autor mehrerer Fachbücher, Geek, Markt-Analyst und ein „All-Around Technologist“. Seit mehreren Jahren ist er als Microsoft Most Valuable Professional (MVP), Citrix Technology Professional (CTP) and VMware vExpert ausgezeichnet und ein gefragter Sprecher auf internationalen Community-Veranstaltungen.

    Jeroen van de Kamp ist Chief Technology Officer der „Login Consultants“ sowie „Login-VSI“ und verantwortet die strategische und technische Produktentwicklung in den Unternehmen. Er entwickelte in der Vergangenheit zentrale Lösungen in Enterprise-Umgebungen für viele namhafte Kunden.
    Die beiden niederländischen CTOs, Jeroen van de Kamp und Ruben Spruijt, präsentierten ihre Erfahrungen und Ihre Aussicht auf das Thema Workspace im Jahr 2020. Sie erklärten eindrucksvoll, was die jüngsten Entwicklungen im IT-Bereich für Unternehmen, die Anwender und die Arbeitsplatz-Strategie bedeuten. Mehr als 30 verschiedene (und manchmal auch kontroverse) Themen wurden hierfür ausgewertet und grafisch aufbereitet. Diese Session gab den Teilnehmern eine Menge kreativer Denkanstöße für den Arbeitsplatz der Zukunft.

  • „#VDILIKEAPRO: Your ultimate VDI & Windows 10 Tuning Guide“ (Jeroen van de Kamp, Login VSI)
    Jeroen van de Kamp ist Chief Technology Officer der „Login Consultants“ sowie „Login-VSI“ und verantwortet die strategische und technische Produktentwicklung in den Unternehmen. Er entwickelte in der Vergangenheit zentrale Lösungen in Enterprise-Umgebungen für viele namhafte Kunden.
    In dieser Session gab Jeroen van de Kamp einen tiefen technischen Einblick in das neue Windows 10. Viele Best-Practices, die mit Windows 7 in einer VDI-Umgebung wunderbar funktionierten, sind unter Windows 10 nicht mehr aktuell. Er gab in seiner Präsentation viele neue technische Ansätze preis, um Windows 10 für eine VDI-Umgebung maximal zu optimieren. Es stellte sich hierbei heraus, das noch ein umfassender Bedarf an neuen Best-Practices erforderlich ist, um Windows 10 auch in VDI-Umgebungen zum Erfolg zu verhelfen.

Ein großes Dankeschön an Helge Klein & Timm Brochhaus, ohne deren Engagement es diese hochkarätig besetzten und dennoch kostenlosen Sessions nicht geben würde. Die Veranstaltung war rundum gelungen. Macht bitte weiter so, damit uns die Community in NRW erhalten bleibt.

Und noch eine Bitte zum Schluss: Reserviert mir für die nächste Veranstaltung einen Platz, denn meine Teilnahme ist gewiss.